Der Schweizer Nationalspieler hat schon die eine, oder andere Station hinter sich. 255 Spiele ligenübergreifend, 18 Tore als Innenverteidiger und nur 1 roten KartIm authentischen Interview spricht Timm Klose offen über seine Situation in England, seine größten Förderer, oder den besten Gegenspieler, dem er bis jetzt gegenüber gestanden hat. Was Lionel Messi im in seiner Geschichte zu suchen hat, erfahrt ihr gleich.


Hallo Timm. Zu Beginn einen Glückwunsch zum 2:0 Sieg gegen Brighton am Freitag. Stockdale, der Torwart, hat mit seinen zwei Eigentoren wohl eher einen schlechten Tag erwischt gehabt? (lacht)
Brighton hat sich im Spiel vor uns den Aufstieg gesichert. Der Torhüter hat wohl zu viel und zu lange gefeiert (schmunzelt) … Aufstiegsfeier hin oder her. Der Sieg gegen Brighton hat mir gezeigt, das für uns in der bald zu Ende gehenden Meisterschaft mehr drin gelegen wäre.

Deine zweite Spielzeit bei Norwich läuft Anfang Mai ab. Wie krass war der Paradigmenwechsel zwischen Deutschland und England?
Man kann das eigentlich so nicht direkt mit Deutschland vergleichen. In Deutschland hast du halt eine Choreo und Fans die non-stop ihre Songs singen. Das gibt es in England nicht im gleichen Ausmaß. In kleineren Vereinen und Stadien eher. In England ist das Spektakel eher durch Szenenapplaus gekennzeichnet.

Wo Du die Fans ansprichst: Wie verhalten sich diese in Schwächephasen? Ist der Unmut da in England nochmal deutlich intensiver als in Deutschland?
Ich habe das Gefühl, dass man das überall hat. Fans heben dich hoch, wenn du eine gute Saison hast und gute Spiele. Das ist überall gleich. Bei Spielen, in denen du nicht so performst wie sie es gerne hätten, ist es auch nicht viel anders als in Deutschland. Nur hab ich den Eindruck, dass es noch ein Stück intensiver ist, weil du durch die mediale Präsenz noch mehr im Fokus stehst, die eine Premiere League einfach mit sich bringt. Der Vorteil, den die Premiere League hat, ist, dass du auf der ganzen Welt angesehen wirst. Dann schreiben dir Leute aus Asien zum Beispiel, weil sie das Spiel geschaut haben und schreiben dir „du bist der Beste“, oder „du bist der Schlechteste“. Deutschland ist da medial noch nicht ganz so verbreitet.

Hast Du selbst auch schon negative Erfahrungen mit den Medien gemacht?
Man muss die Medien natürlich auch ein Stück weit verstehen. Die wollen natürlich alle ihre Topstories rausbringen und suchen nach manchmal nach Dingen, die sich für eine Story eignen. In Deutschland legen sich die Dinge wieder nach einer Weile, in England hingegen kann es medial immer wieder hochkochen. Als Spieler muss man damit umgehen können und darf nicht alles an sich heran lassen.

Der Schweizer im Trikot des 1. FC Nürnberg (2011 – 2013)

Da klingst du ja wirklich schon sehr cool und abgeklärt, was die rauen Medien auf der Insel betrifft. Während der Vorstellung bei Norwich City hast du geschwärmt, dass es immer ein Traum gewesen sei, in der Premiere League zu spielen. Wie hart war der Abstieg in die 2. Liga für dich?
Man darf nicht vergessen, dass in der zweiten Schweizer Liga meine Karriere in Schwung kam. Von dem her, empfand ich es überhaupt nicht als Abstieg, zumal ich in meiner Karriere immer wieder einen Schritt zurück gemacht habe. Eine Karriere lässt sich nicht immer nach den eigenen Vorstellungen planen. In Wolfsburg bin ich mit großen Vorschusslorbeeren gekommen und hab mich dann gleich in meinem ersten Spiel gegen Hannover 96 zu einer roten Karte hinreißen lassen. Plötzlich war ich komplett raus aus dem Team. Das Jahr darauf hab ich dann doch wieder alles gespielt und mit dem DFB Pokal auch in wichtigen Spielen auf dem Feld gestanden. In Nürnberg lief es damals ähnlich. Man darf einfach nie vergessen, dass die Karriere das mit sich bringen kann. Negative Schläge sind im ersten Moment sicherlich immer etwas Schlimmes und man will es nicht wahr haben. Meine Erfahrung ist heute um die zweite Liga reicher, denn diese Liga ist das härteste ist, was ich bisher gespielt habe. Du hast Spiel über Spiel, wenige Pausen und sehr intensive Duelle. Es wird noch mehr gekämpft und noch mehr gerannt, weil einfach alle den Spot in der Premiere League wollen. Da lockt natürlich auch das Geld. Ich hatte die Liga so nicht erwartet und bin froh, dieses Jahr jetzt hier angenommen zu haben.

Nach sichtlicher Begeisterung für die Liga einen Schwenk zur Kultur. Man sagt ja oft, dass die Insel trist und verregnet ist. Die kulinarische Küche ganz zu schweigen. Was gefällt Dir abseits des Platzes am besten auf der Insel?
Na gut, ich habe das Glück an einem Ort zu leben, an dem es meistens schön ist. In England hat Norwich die meisten sonnigen Tage zu bieten. Wir haben Strände in der Nähe und schöne Küsten. Die Lebensqualität ist sehr gut. Als wir hier hergekommen sind, hatte ich ehrlich gesagt Panik vor der Gastronomie. Aber die Vorurteile haben sich als falsch erwiesen. Es gibt hier fantastische Restaurants.

Letztes Jahr kamen nach nur einem halben Jahr Gerüchte auf, dass Du den Verein gerne verlassen würdest. Damals soll dich der Klub trotz Angebote aus der Premiere League einem Wechsel einen Riegel vorgeschoben haben. War es letztlich auch in Ihrem Interesse die Mission Wiederaufstieg anzustreben?
Das ist tatsächlich kein Geheimnis, dass ich Angebote von verschiedenen Klubs hatte. West Brom hat damals eine stolze Summe geboten. Der Verein hat mir aber ganz klar gesagt, dass sie mich nicht verkaufen wollen, weil sie das Projekt Wiederaufstieg anstreben möchten. Das ist auch im ersten Jahr noch bezahlbar. Norwich konnte nahezu alle Topspieler halten, weil Absteiger einen finanziellen Fallschirm von der FA erhalten.

Auf Vergleiche sind wir vorhergehend schon des Öfteren eingegangen. England wird bekanntermaßen als das „Mutterland des Fußballs“ bezeichnet und die Premiere League als die beste Liga der Welt. Du selbst hast bei der Vorstellung in Norwich gesagt: „Man kann den Fußball hier riechen“. Wo siehst Du die größten sportlichen Unterschiede vom deutschen zum englischen Fußball?
Ich habe das damals gesagt, weil die Möglichkeiten komplett anders waren. Das Trainingsgelände ist älter, man schätzt die Tradition hier in England, vor allem bei kleineren Klubs. Da kam ein völlig neues Feeling auf, das ich sehr zu schätzen weiß. Man muss hier nur ein gewisses Gleichgewicht finden. Professionalität macht viel aus. Ob man ein neues Gebäude baut, oder die erste Mannschaft mit einem modernen Fitnessraum ausstattet, macht schon viel aus. Das hat man auch in Wolfsburg gesehen, dass der Verein einen Sprung gemacht hat, als das Gelände neben dem Stadion aufgebaut wurde. Man merkt in England trotzdem, wenn man Huddersfield als Beispiel nimmt, dass auch hier der Schritt in Richtung Professionalität gegangen wird. Manche wissen gar nicht, wie gut man es in Deutschland hat. Die Liga ist gut, die Vermarktung der selbigen ist ordentlich, man verdient gutes Geld als Fußballer und die Stadien sind auf einem ganz anderen Niveau. Hier in der zweiten Englischen Liga gibt es Stadien, wenn du da in eine Umkleide reinläufst, denkst du zurück an deine Zeit, als du mit Fußball angefangen hast. In Deutschland sind die Stadien in der ersten und zweiten Liga mehrheitlich neu, hier in England wird dann eher etwas mehr Geld in Spieler gesteckt und dafür die Infrastruktur so gelassen, wie sie ist.

Mal abseits von Norwich und dem englischen Fußball: Du hast deine fußballerische Ausbildung in der Jugend vom FC Basel genossen. Von den Stationen Old Boys sowie dem FC Thun bis hin zum Klub aus Nürnberg und dem VW-Klub aus Wolfsburg stehst Du nun seit knapp 1 ½ Jahren bei Norwich City unter Vertrag. Welcher Trainer nimmt für dich im Laufe der Karriere die vielleicht wichtigste Position im Hinblick auf deine Entwicklung ein?
Das ist schwierig. Dieter Hecking hatte ich natürlich fast fünf Jahre. Bei ihm habe ich sicher nochmal einen großen Sprung gemacht, weil er einfach wusste, wie er mit mir umgehen muss. Ich habe ihm auch gesagt, dass ich sehr dankbar bin, dass er mich zu Wolfsburg mitgezogen hat. Auch hier habe ich nochmal einen großen Schritt machen können. Beim FC Thun habe ich damals unter Murat Yakin gespielt, der für mein Defensivspiel Gold wert war. Er hat mir geholfen und gezeigt, was es braucht, um bei den Profis mitgehen zu können. Auch aus der Jugend könnte man hier jetzt einige nennen. Peter Knäbel ist hier mit der wichtigste, der mich immer wieder im Blickpunkt gehalten und nie aufgegeben hat. Diese drei sind sicher mit die wichtigsten. Aber da könnte man sicher noch deutlich mehr nennen.

Gehen wir von der Coaching-Zone auf das Feld. Neben der Bundesliga und Premiere League hast Du auch Erfahrung in der Nationalmannschaft sowie Champions League gesammelt: Wer war dein bisher stärkster Gegenspieler?
Damals fand ich Lewandowski überragend. Das war damals, als Lukas Barrios noch da war. Dann kam Lewandowski rein und ich hab mir gedacht „mal schauen, was der kann“. Dann ist ihm der eine oder andere Ball abgesprungen.  Er war noch ein Rohdiamant. Fast drei Jahre später habe ich dann mit Wolfsburg gegen ihn gespielt, als er dann bei Bayern München war. Ich muss sagen, dass der Schritt, den er von Dortmund zu Bayern gemacht hat, unglaublich ist. Für mich ist er der kompletteste Stürmer, den es momentan gibt.

Du hast Messi nicht erwähnt. Während deinem Engagement beim 1. FCN hast Du die Zeit des Weltfußballers (5,125 Sek.) in einem Dribblings-Parcours geschlagen und hältst noch immer den Weltrekord (4,976 Sek.). Noch immer eine Erinnerung zum Schmunzeln?
Ich glaube das interessante dabei ist, zu sehen was die Voraussetzungen waren. Ich weiß nicht, ob er das auch auf dem Rasen gemacht hat und ob er überhaupt Fußballschuhe an hatte. Aber es ist schon schön zu wissen, dass man irgendwo den Rekord von Messi gebrochen hat, der gemeinsam mit Ronaldo einer der besten Spieler der Welt ist. Man müsste dennoch wiederholt hinschauen, um zu sehen, wie für uns beide die Voraussetzungen waren. Nichts desto trotz war ich noch der schnellste aus meinem Team und das ist auch etwas Schönes. Der Rekord steht noch, das ist sicher nicht schlecht (lacht).

Definitiv eine gute Story, die man später mal den Kindern erzählen kann, um Ihnen zu zeigen, dass man einen Spieler seiner Klasse geschlagen hat!
Ja! Eigentlich müsste ich mal Ivan Rakitic anrufen, damit er dem Messi Bescheid sagt, dass er noch Konkurrenz hat hier drüben auf der Insel (lacht).

Beim VfL Wolfsburg war Timm Klose Teil der Mannschaft, die den DFB Pokal und Deutschen Supercup gewonnen hat

Lass uns vom kleinen Floh zum, kurzzeitig, großen VfL Wolfsburg gehen. In der Saison 2014 / 2015 warst Du Teil der Wolfsburger Mannschaft, die den DFB-Pokal gewonnen und die Vize-Meisterschaft geholt hat. Viele haben gehofft, dass nun eine Mannschaft nach dem BVB genug Schlagkraft besitzt, um die Bayern schwitzen zu lassen. Wo siehst Du die Gründe für den rapiden Leistungsverfall im Wolfsburger Team in der nachfolgenden Zeit?
Natürlich hatten wir da zwei extrem gute Jahre. Alles hat gepasst. Die Mannschaft war gut aufgestellt. Wir hatten einen guten Mix zwischen Jung und Alt. Danach war ich dann auch schon zu weit weg, um genau mitzubekommen, was genau passiert ist und warum das so auseinander gefallen ist. Ich weiß nicht, was zwischen dem Sportdirektor und dem Trainer, oder dem Vorstand abgegangen ist. Das sind ja oft kleine Dinge, die immer größer werden. Natürlich ist es schade, weil ich auch gedacht habe, dass Wolfsburg in den nächsten Jahren eine Mannschaft sein wird, die vorne mitspielen wird.

Derzeit spricht vieles für eine Rückkehr zum FC Basel. Wie viel würde es Dir bedeuten, erneut für deinen Ausbildungsverein zu spielen?
Das ist ja kein Geheimnis, dass ich das gerne machen würde. Die Saison geht noch eine Weile und die Umstrukturierung im Verein hat erst begonnen. Momentan sind es reine Spekulationen, die da in den Zeitungen auftauchen.

 

Die Anfänge der Karriere: Timm Klose im Spiel des FC Thun gegen die Grasshoppers aus Zürich. (Foto: Christian Pfander)

Wenn Du jetzt mal zurückblickst: Wo siehst Du für dich das persönliche Highlight deiner Karriere?
Es gab viele schöne Momente in meiner Karriere. Im Nachhinein waren auch schlechte Momente etwas, das mich immer weiter gebracht hat. Deswegen darf man diese auch nicht ganz außer Acht lassen. Klar ist auch, dass Fußball sehr schnelllebig ist. Man will sich nur an den guten Momenten messen lassen. Wichtig ist zu sehen, was die Momente, in denen es nicht so gut lief, mit dir gemacht haben und wie du dich dadurch entwickelt hast. Es ist schön zu sehen, wie ich mich da immer wieder rausboxen konnte. Wir sind damals zu Beginn meiner Karriere mit dem FC Thun aufgestiegen, anschließend hatte ich dann mit Nürnberg zwei tolle Jahre und habe schlussendlich mit Wolfsburg den DFB-Pokal sowie Supercup gewonnen. Im Fußball geht es am Ende immer um Trophäen. Das sind natürlich auch Titel, die man gerne mitnimmt, vor allem weil diese nicht allzu viele Schweizer gewinnen konnten. Da bin ich sehr glücklich, dass ich Teil der Mannschaft war.

Gibt es auch Momente, die Du im Nachhinein bereust?
Das einzige, das ich wirklich bereue ist die rote Karte gegen Hannover 96 in meinem ersten Spiel für Wolfsburg. Das war für mich in meinem ersten Jahr beim VfL ein schlechter Einstieg, bei der es besser gewesen wäre, wenn ich mir die rote Karte gespart hätte. War übrigens auch meine bisher einzige rote Karte in meiner Karriere.

Aber noch ist die Achterbahn Profifußball ja noch nicht vorbei. Springen wir lieber nochmals an den Anfang: Wie schon angesprochen warst Du in der Jugend beim FC Basel, ehe die Reise zu den Old Boys ging. Wie verlief der Sprung in den Profifußball? War er mit vielen Opfern und Hürden verbunden?
Ich habe damals die Schule abgeschlossen und daneben bei Basel in der Jugend gespielt. Da hatte ich dann auch schon nicht mehr damit gerechnet, dass ich Fußballprofi werde. Heutzutage wäre es mit diesem Alter schon fast zu spät. Nebenbei habe ich dann angefangen zu arbeiten, bis sich ein Verteidiger in der ersten Mannschaft verletzt hat und mich Christian Groß als Ersatz berufen hat. Eigentlich sollte ich dann einen Profivertrag unterschreiben, doch der Nachfolger von Christian Groß, Thorsten Fink, setzte nicht auf mich. Ich suchte einen neuen Verein und mit 21 Jahren unterschrieb ich meinen ersten Profivertrag in der 2. Liga beim FC Thun. Dann ging alles relativ schnell. Natürlich musste ich auf diesem Weg einige Opfer dafür bringen, das gehört dazu. Allerdings möchte ich das alles nicht missen jetzt.

Den modernen Fußball hast Du ja schon angesprochen. Diesem wird oftmals viel Protz, Egoismus und ein verruchtes Starsystem vorgeworfen. Siehst Du tatsächlich einen Wandel im Auftreten junger „Stars“, deren Standing innerhalb der Fußballgesellschaft sowie dem Druck, der aufgrund hoher Erwartungen und der großen Konkurrenzsituation entsteht?Das ist schwierig zu sagen. Als ich hoch gekommen bin aus der Jugend, mussten die jungen Spieler noch das Material auf den Platz bringen. Wenn beim 5-gegen-2 Situationen nicht klar entschieden werden konnten, mussten auch die jungen rein. Heute ist das nicht mehr so. Heutzutage ist es oft so, dass junge Spieler schon mit 18 Jahren zwei Spielzeiten hinter sich haben. Deswegen entwickelt es sich anders als früher. Ich denke, man muss ein gesundes Gleichgewicht finden zwischen dem, was man zulassen kann und was nicht. Vor allem für junge Spieler sind solche Grenzen wichtig.

Eine etwas andere Aussage als erwartet. Oftmals hört man ja, von übersteigerten Egos der Youngsters. Gerade durch die hohen Marktwerte und die vielen großen Klubs, welche hinter den Jungs her sind
Das bringt dieser Sport einfach mit sich. Das wird man auch in anderen Disziplinen finden. Da gibt es genug Dinge, die mannschaftsintern passieren, um solche Spieler auch immer wieder auf den Boden zu holen. Das dient auch zum Schutz der Jungs. Das ist etwas Gutes und muss auch so sein.

Timm Klose (hinten: 3. v. rechts) im Trikot der Schweizer „Nati“ im Testspiel gegen Brasilien (Foto: Toto Marti)

Als Schweizer kann ich Dich fast nicht ohne eine Einschätzung zur „Nati“ entlassen. Welches Standing hat die Nationalelf und wie beurteilst Du die Entwicklung des Teams?
Ich glaube, dass unser Standing international gesehen sehr gut ist, weil alle wissen, dass wir eine gute Mannschaft haben. Die Qualität ist gut, die Mischung von etablierten und jungen Spielern ebenfalls, und die Erfolge geben uns Recht. Ich sehe es als Entwicklung, die auch mit dem Erfolg nicht aufhören darf.

Wie Du sagst, ist die Schweiz kein kleines Team mehr. Ist dadurch auch die Erwartungshaltung von Fans und den Verantwortlichen in großen Wettbewerben gestiegen?
Die Erwartungshaltung ist groß. Man hat in der Schweiz früher davon gesprochen, dass es eine schöne Sache ist, wenn man sich überhaupt für ein große Turnier qualifiziert. Jetzt ist es schon so weit, dass man zwingend in der Gruppenphase überleben muss und bis unter die letzten 8 Teams kommen sollte. Die Erwartungen haben sich hier zunehmend geändert und das ist auch etwas Schönes für uns Spieler. Positiver Druck ist immer etwas Antreibendes. Zudem finde ich, dass das Standing von Schweizern im Ausland auch nochmal anders angesehen wird.

Abschließend vielleicht noch ein kleiner Ausblick: Wie sehen die nächsten Wochen aus, bis im Juni erneut die Vorbereitung startet?
Wir haben hier noch gute 2 ½ Wochen zu spielen. Danach geht´s in den Urlaub. Ich werde mich weiter fit halten, da noch zwei Länderspiele anstehen. Danach werde ich etwas weiter verreisen, um komplett abschalten zu können, bis es wieder losgeht.

Das heißt berufliche Gespräche über die weitere Zukunft stehen nicht an?
Das lass ich einfach auf mich zu kommen. Das ist auch alles viel zu früh. Mal sehen was passiert.

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