Im deutschen WM-Kader fehlte für viele Fußballfreunde ein Name, der des Gladbachers Max Kruse. Starke Konkurrenz und ein kleiner Konflikt mit Joachim Löw führten dazu, dass ihm das Ticket für Brasilien verwehrt blieb. Trotz dieses vermeintlichen Rückschlages war er danach einer der auffälligsten Spieler in einer überragend starken Saison der Fohlenelf. Es hatte sich schon früh angedeutet, dass eine Verpflichtung im Gange ist. Sportmedien brachten den Namen des Gladbachers schon Anfang April mit den Wolfsburgern in Verbindung. Eine endgültige Bestätigung folgte erst Mitte Mai. Doch wie sieht seine Rolle bei den Wölfen aus?

Schon im Jahr 2013 hatte Max Kruse auf sich aufmerksam gemacht. Zu jener Zeit trug er noch das Freiburger Trikot. Mithilfe seiner 22 Scorerpunkte war er einer der Hauptakteure bei den Kraichgauern, welche die Saison 2012/13 auf dem 5.Platz beendeten und sich somit für die Europa League qualifizierten. Vom Freiburger Erfolg profitierte auch Kruse. Borussia Mönchengladbach suchte noch Verstärkung für die Offensivabteilung. Neben Raffael war auch Kruse eine Neuverpflichtung im Sommer 2013. Für 2,5 Millionen Euro wurde er ein Fohlen. Der 27 Jährige agierte von nun an als Mittelstürmer und wurde durch starke Unterstützung der Außenspieler immer torgefährlicher. So stehen nach den 2 Jahren in Gladbach 25 Tore und 24 Vorlagen zu Buche. Diese Daten unterstreichen nicht nur seine Torgefährlichkeit, sondern auch seine mannschaftsdienliche Spielweise.

Der gebürtige Reinbeker erhielt vom SV Werder Bremen die Möglichkeit sich fußballerisch zu entwickeln. Kurze Einsatzzeiten waren das Ergebnis. Im Jahr 2009 wechselte er zum FC St. Pauli. Die zweite Liga war aber nicht sein dauerhaftes Ziel. Ein Wechsel zu den Freiburgern folgte, die ihn für 500.000 Euro verpflichteten.

Der 1.80 m große Stürmer ist ein Spieler mit großer Übersicht,Variabilität in der Offensive und mit einem hohem Arbeitsaufwand. Er agiert gradlinig und zielstrebig in seine Aktionen. Er ist ein Spieler den man auch sicheren Glaubens in ein 1 gegen 1 Duell schicken kann. Sein Auftreten wirkt willig und bissig und trotz seiner Größe ist er sehr zweikampfstark.

it Andre Schürrle haben die Wolfsburger im Winter schon einen Toptransfer gelandet. Nun kommt ein neuer in die Autostadt. Das Wolfsburger System ist so erfolgreich wie seit der Meistersaison 2008 nicht mehr. In Hecking´s mannorientierten Spiel mit intensivem Pressing nahm bis jetzt Bas Dost die Rolle des Stürmers ein. Dost ist zwar sehr torgefährlich, trägt aber eher wenig zum Spiel bei. Es fehlte ein mitspielender Stürmer. Wolfsburgs Manager Klaus Allofs fand in Max Kruse einen Spieler, der aktiv ist und einen hohen läuferischen Aufwand betreibt, was man vom Niederländer nicht behaupten kann. Die festgeschriebene Ablösesumme soll bei etwa zwölf Millionen Euro liegen. Mit einem Jahresgehalt von 5 Millionen pro Jahr gehört Kruse zudem zu den Topverdienern. Die Wolfsburger können mit Kruse bis 2019 planen, so lange ist der Vertrag datiert. Mit der zusätzlichen Offensivkraft unterstreicht der VfL seine großen Ambitionen, und Max Kruse wird seine Visitenkarte erstmals auch in der Champions League hinterlassen.

Kruse zu Wolfsburg
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