Wenn man sich den Kader von Galatasaray anschaut fällt auf das ingesamt 7 Spieler mit deutschen Wurzeln im gelb-roten Jersey spielen und die meisten Spieler um Hamit Altintop, Yasin Öztekin und andere Spieler wurden in dieser pulsierenden Millionenmetropole so richtig glücklich. Um den Status eines Hakan Sükür, Bülent Korkmaz oder dem Nationaltrainer Fatih Terim zu erreichen, ist es für die meisten dieser Spieler eine Mission Impossible, doch sie werden auch so vom überragenden Fansupport entschädigt.Was die Fankultur und diesen Verein so besonders machen und warum man mit einem kleinen Verein aus dem Ruhrpott Kooperationen pflegt, erfahrt ihr im folgenden Artikel.

Der 1905 gegründete Verein aus Istanbul gehört zu den Traditionsvereinen der Türkei und spielt seit 1959 ununterbrochen in der türkischen Süper Lig. Galatasaray ist jedoch nicht nur im Fußball eine sehr erfolgreiche Mannschaft. Neben dem Basketballteam ist auch die Wasserballmannchaft sehr erfolgreich und bekannt. Aslanlar (die Löwen) wie Galatasaray in der Türkei genannt wird, besitzt viele Bildungseinrichtungen im gesamten Land. Dazu zählen unter anderem auch Kindergärten, Gymnasien und gar eine Universität.

Galatasaray ist zusammen mit Fenerbahce türkischer Rekordmeister, dessen ehrenvollen Titel beide Vereine mit 19 gewonnenen Meistertiteln tragen dürfen. Nicht nur aus diesem Kopf-an-Kopf Rennen entwickelte sich eine erbitterterte Rivalität zwischen Fenerbahce und Galatasaray, dass als einziger Süper Lig-Verein im europäischen Teil der Türkei beheimatet ist. Galatasaray ist die einzige türkische Fußballmannschaft die es geschafft hat einen internationalen Titel zu gewinnen. In der Saison 99/00 feierte man nach einem Elfmeterschießen gegen den FC Arsenal den Gewinn des UEFA Cup und später auch den Gewinn des Super Cup. Die in gelb-roten Trikots auftretende Mannschaft spielt seit 2011 in der modernen Türk Telekom Arena, wo sie von bis zu 52.650 Zuschauern angefeuert wird.Allgemein sind Galatsaray-Fans in ganz Europa bekannt für ihre besondere Stimmung im Stadion, aber auch durch die Fangruppierung „UltrAslan“ die versucht große Teile der europaweit verstreuten Gala-Fans zu vereinen, sodass man bei jedem Auswärtsspiel in Europa einen vollen Fanblock bestaunen kann. UltrAslan ist in über 60 Länder organisiert und intern hierarchisch strukturiert und besonders junge Fans blicken mit einer Mischung aus Ehrfurcht und Bewunderung an den charismatischen Kopf dieser Vereinigung, Oguz Alpay, der die Geschicke europaweit lenkt. Besonders in Deutschland existiert eine große Verbundenheit zu dieser Vereinigung und Galatasaray pflegt zudem im Jugendbereich Kooperationen wie z.b. mit Wattenscheid, aus deren Jugend auch die Altintop-Brüder einst entsprangen.

Die letzten Jahre waren von vielen Trainerwechseln geprägt. In den vergangenen 6 Jahren mussten 6 Trainer den Verein verlassen, darunter auch Namen wie Frank Rijkaard, Fatih Terim oder Roberto Mancini. Der Umbruch in der Mannschaft erfolgte in der Saison 11/12, nachdem man im Vorjahr als Tabellenachter die Saison beendete und somit die schlechteste Saison der Vereinsgeschichte spielte. Fatih Terim übernahm zum dritten Mal den Trainerposten von Galatasaray und holte international erfahrene Spieler in das Team. Muslera, Eboue und Felipe Melo waren damals die bekanntesten Verpflichtungen, doch auch andere vermeintliche Spieler mit internationalem Format kamen in die türkische Hauptstadt. So verpflichtete man unter anderem Wesley Sneijder, Didier Drogba und den ehemaligen Bayern-Spieler Hamit Altintop, mit denen man sogar bis ins Viertelfinale der Champions League vorstieß.

Momentan wird die Mannschaft von Hamza Hamzaoglu trainiert, da der Italiener Mancini nie wirklich heimisch wurde im Istanbuler Umfeld und nun führt man die Tabelle mit einem Punkt Vorsprung vor den Rivalen Besiktas und Fenerbahce an. Der Einzug in die Champions League und der Gewinn der Meisterschaft ist, wie in jedem Jahr, das ernannte Ziel der Türken. Hamzaoglu lässt ein 4-2-3-1 spielen in dem Wesley Sneijder als Zehner den Ton angibt. Unterstützt wird er im Zentrum von Altintop, Inan und Melo, die für ihn die „Drecksarbeit“ machen. Für das Tore schießen ist Burak Yilmaz verantwortlich, welcher mit 13 Toren die Torschützenliste anführt.Ein weiterer sehr interessanter Spieler ist der 20-jährige Portugiese Bruma. Der schnelle und trickreiche Flügelspieler stand 2013 auf zahlreichen Einkaufszetteln europäischer Klubs. Er entschied sich für 10 Millionen Euro von Sporting Lissabon zu Galatasaray zu gehen und man wird in Zukunft sicherlich noch einiges von ihm sehen.

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