Die Weihnachtszeit ist für viele bekannt als die vielleicht schönste Zeit des Jahres. Markus Suttner ist schon in dieser vorweihnachtlichen Zeit am Wiener Christkindlmarkt anzutreffen. Mit Glühwein und Keksen stimmt er sich für die Adventstage ein und blickt einigermaßen zufrieden auf seine erste Station im Ausland zurück. Grund für seinen vorzeitigen Urlaub ist ein Mittelfußbruch, den er sich im Spiel gegen Darmstadt zugezogen hat. Wenn man in sein Gesicht blickt, dann weiß man, dass sich der Nationalspieler von Österreich nicht unterkriegen lässt und dass er seine vollste Kraft und Energie in die bevorstehende Aufbauphase stecken wird. 

Wieso kam der Wechsel zustande?

Markus Suttner hat erfolgreiche Jahre bei der Wiener Austria hinter sich. Neben Meistertitel, Cup-Triumph und der Champions League war es nun Zeit für eine Veränderung. Die letzte Saison bei der Austria lief mit dem bescheidenden 7.Platz nicht nach Wunschvorstellung. Zum anderen rechnete man bei Suttner schon länger mit einem Abschied. Der gebürtige Hollabrunner, nahe Wien, verbrachte insgesamt 14 Jahre in Violett. Bei den Ingolstädtern unterschrieb der 28-Jährige schließlich bis 2018. Ein Mitgrund für den Wechsel war auch Ralph Hasenhüttl. Der erfolgreiche Trainer kennt die österreichische Liga bestens und weiß ganz genau, wann er einen guten Spieler für seinen Verein zu holen hat. Suttner wäre bei der Austria noch bis Ende Juni 2016 unter Vertrag gestanden. Der 28-Jährige hegte aber schon seit längerem den Wunsch nach einem Wechsel in die deutsche Eliteliga. „Nach 14 Jahren bei der Austria fällt es mir wahnsinnig schwer, diesen tollen Verein zu verlassen. Doch die Gelegenheit, mit dem FC Ingolstadt in der kommenden Saison Bundesliga zu spielen, stellt für mich eine wichtige Stufe der sportlichen Weiterentwicklung dar“, sagte der Niederösterreicher. Für das ÖFB-Team war Suttner bisher 14 Mal im Einsatz.

Sportlicher Zwischenbericht

Ganz so gut begann die Vorbereitung und die Saison für Suttner nicht. Nach anfänglichen Schwierigkeiten an das Niveau in Deutschland musste er sich ganz zu Beginn der Saison noch mit der Reservistenrolle zufrieden geben. Auch sein Trainer zeigte sich zu Beginn alles andere als zufrieden. Vor allem auf Sommer-Neuzugang Suttner, für 500.000 Euro von der Wiener Austria gekommen, wartete bis zum Saisonauftakt Mitte August noch viel Arbeit. „Er muss sich noch extrem steigern, kompromissloser und robuster werden“, forderte Hasenhüttl in der harten Trainingsvorbereitung im Sommer. „Wir legen hier andere Maßstäbe an.“ Nach diesen anfänglich sehr harten Worte an Suttner, empfahl er sich mit soliden Trainingseinheiten für die Stammelf und schenkte Hasenhüttl mit starken Leistungen auf der linken Abwehrseite sein Vertrauen zurück. Bis zu seiner schweren Verletzung lief er 13 mal für Ingolstadt auf. Der 28-jährige zeigte unheimliche Ballsicherheit, Zweikampfstärke und jede Menge Präzision bei Flanken von der linken Seite. Außerdem probierte er immer wieder durch Weitschüsse zu Torchancen zu kommen. Suttner hat sich mittlerweile gut in das Ingolstädter System eingefügt und kann dieser Ingolstädter Mannschaft durch all seiner Routine mehr als weiterhelfen.

Fazit und Ausblick

Suttner kann in Ingolstadt als starker Neuzugang eingestuft werden und der Transfer ist schlussendlich definitiv gelungen. Wenn Suttner weiter seine Leistung abrufen wird, dann wird er seinen Vertrag bis 2018 mit Sicherheit erfüllen. Schade für ihn, dass er sich ausgerechnet gegen Ende der Hinrunde eine solche schwere Verletzung zugezogen hat und einige Monate ausfallen wird. „Das ist unglaublich bitter, weil er ein ganz wichtiger Spieler ist“, sagte Trainer Ralph Hasenhüttl kurz nach dem Spiel. Der Österreicher wurde beim Heimsieg gegen Darmstadt in der 16. Minute für Robert Bauer ausgewechselt, im Krankenhaus wurde der Mittelfußbruch mit Ernüchterung festgestellt. Suttner weiß aber zu gut mit Verletzungen umzugehen. In seiner langen Zeit bei der Austria kämpfte er sich nach Verletzungen immer zurück, oft sogar besser als vor der Verletzung. Das wird auch sein Ziel in Ingolstadt bleiben, damit die gute Weihnachtsstimmung von Wien auch in Bayern zum Vorschein kommt.

TRANSFERABRECHNUNG: MARKUS SUTTNER
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