Boxen ist ein Sport, der die Massen schon seit Jahrhunderten begeistert und in seinen Bann zieht. 10 Runden, jeweils 3 Minuten – eine Faszination, die vor allem durch seine Spannung und der Kombination von Geschwindigkeit und Power weltweit Anklang findet. Eine Begeisterung, die auch der riesige Box-Fan Nicolas Otamendi schon seit seiner Kindheit in der argentinischen Millionenmetropole Buenos Aires ansteckte und fortan im täglichen Box-Training einerseits das mentale Rüstzeug als auch seine physischen Attribute schon frühzeitig ideal auf Profisport trimmte. Statt der Boxkarriere gilt Otamendi nun als einer der besten Innenverteidiger im internationalen Fußball. Ob er jetzt bei seinem neuen Abenteuer bei Manchester City, in England, Mutterland des Boxsports, sich auch im Fußball weiter durchboxen kann, liest du im heutigen Artikel.

Sportliche Vergangenheit

Aufgewachsen in der argentinischen Hauptstadt Buenos Aires schloss sich Nicolas Otamendi schon früh dem Traditionsverein CA Velez Sarsfield an, bei der er bereits mit 20 Jahren erste Titelgewinne feiern konnte und wie bei vielen südamerikanschen Talente einen Vertrag in Porto bereithielt. Ein Sprungbrett par excellence, sodass er nach Anfangsschwierigkeiten zum Stamm-und Leistungsträger avancierte, der dem FC Valencia im Januar 2014 eine Ablösesumme von 12 Millionen wert war und er in seiner Premierensaison in Spanien mit dem deutschen Weltmeister Mustafi ein echtes Bollwerk bei dem ostspanischen Verein bildete. FC Valencia schloss nach einigen Jahren der Konsolidierung und dem Einstieg von Peter Lim, die Saison unter Trainer Nuno Esprito Santo mit dem starken 4.Tabellenplatz ab, konnte alle Leistungsträger halten, bis auf eben Nicolas Otamendi, der unter anderem auch durch Streikandrohungen seinen Wechsel nach England derart forcierte, sodass man die Freigabe erteilte und Otamendi für ca.45 Millionen Euro nun im himmelsblauen Dress auflaufen wird.

Stärken/Schwächen und Spielertyp

Der 24-malige argentischen Nationalspieler Nicolas Otamendi gilt in der internationalen Fußballszene als einer der besten Innenverteidiger im europäischen Fußball und hat in der letzten Spielzeit in 36 Spielen besonders durch seine unglaubliche Präsenz und Ruhe als Abwehrchef hervorgestochen. Mit seiner starken Physis, bei der durch seine Laufstärke, Beweglichkeit und knallharten Zweikampfführung hervorsticht, kann er seine geringe Größe als Innenverteidiger leicht überspielen. Diese Körpergröße ist jedoch wahrlich kein Hinderniss in Kopfballduellen, da er durch seine Sprungkraft und geschickten Laufwegen, sowohl im Defensiv-und Offensivkopfball große Vorzüge bietet, die er mit starken 6 Ligatoren in der vergangenen Saison bewies. Einzig an seinem Aufbauspiel bei langen diagonal geschlagenen Bällen fehlt ihm noch die nötige Präzision und Timing auf Top-Niveau.

Neue sportliche Situation

Bei Valencia hinterlässt der Gaucho ein großes Loch, die mit Vezo, Orban und einem externen Neuzugang der Marke Garay ausgefüllt werden soll, aber bei Manchester City trifft Otamendi auf große Konkurrenz, wenn auch eine Konkurrenz die insbesondere in der Saisonvorbereitung große Verunsicherung ausstrahlte. Dem deutschen Fußball-Fan ist dort die überraschend hohe Niederlage gegen den VfB Stuttgart noch präsent und allgemein hinterlassen Kompany, Mangala und Demichelis nicht mehr die Routine ihrer Blütezeit oder müssen sich noch weiterentwickeln. Otamendi wird klar als Stammspieler geholt, da er neben seiner Führungskompetenz, insbesodere mit seiner Beweglichkeit und den Stärken im Aufbauspiel, doch vom Spielertyp andere Stärken als die beiden sehr robusten, großen Kompany und Mangala mitbringen. Kompany wird neben seiner Kapitänsrolle und seinen beiden Toren in den ersten beiden Begegnungen demnächst mit Otamendi das Stammduo bilden, aber der hochtalentierte Mangala steht ihm Qualitätstechnisch nicht mehr viel nach, auch wenn er teilweise noch zu ungestüm und unkontrolliert wirkt. Demichelis wird eher geringe Spielanteile erhalten. Hinter diesem Quartett reiht sich auch das große belgische Talent Denayer ein, der bei seiner Leihstation bei Celtic Glasgow und in der Saisonvorbereitung überzeugte, verlängerte und jetzt weitgehend perspektivlos dasteht. Manchester City und ihre Talente…

Fazit

Manchester City verstärkt zum Ende der Transferperiode noch einmal in großem Stil seinen Kader und schnappt nebenbei Stadtrivalen Manchester United mit Otamendi einen hochkarätigen Innenverteidiger und jahrelangen Leistungsträger der argentinischen Nationalmannschaft vor der Nase weg. Sprachlich und vom Spielstil wird Otamendi sich akklimatisieren müssen, doch aufgrund seiner Physis, Spielstärke und seiner Führungskompetenz schnell eine Führungsrolle im argentischen Ensemble um Trainer Pellegrini, Zabaleta, Aguero und Demichelis bilden. Geschwindigkeit, Fokus und Power – unwahrscheinlich wichtige Eigenschaften im Boxsport und auch in der englischen Premier League. Otamendi kennt dies seit seinen Boxeinheiten aus der Kindheit, also beste Vorraussetzungen im täglichen Kampf um sich auch in England durchzuboxen.

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