Nach langem hin und her ist der Wechsel endlich in trockenen Tüchern. Charles Aránguiz wechselt für rund 12 Mio. Euro von Internacional Porto Alegre zu Bayer 04 Leverkusen. Der chilenische Nationalspieler war für das zentrale Mittelfeld der absolute Wunschspieler von Bayer-Coach Roger Schmidt. Schließlich riet ihm auch Nationalmannschaftskollege Arturo Vidal zum Wechsel zu seinem Ex-Verein. Der frisch gebackene Copa-America-Sieger erhält nun bei der Werkself einen Vertrag bis 2020. Was der 26-Jährige für ein Spielertyp ist und wo er im Bayer-System auflaufen könnte, liest ihr im heutigen Artikel.

Sportliche Vergangenheit:

Für den Chilenen ist Bayer Leverkusen die erste Station in Europa. Bis jetzt lief Aránguiz ausschließlich für südamerikanische Vereine auf. Er war bis jetzt vor allem für Klubs aus Chile, Brasilien und auch aus Argentinien aktiv. Der Mittelfeldspieler wurde 2012 zu Chiles Fußballer des Jahres gewählt. Ein beachtlicher Erfolg, angesichts der Konkurrenz von Weltklassespieler, wie Arturo Vidal oder Alexis Sanchez. Bei der WM 2014 in Brasilien war er mit einem Tor und einer Vorlage hauptverantwortlich, dass Spanien aus dem Turnier flog. Auch beim Copa-America-Gewinn der Chilenen konnte er mit zwei Toren und einer Torvorlage überzeugen. Nun wagt er also den Schritt in die Bundesliga. Leverkusen hatte seit Winter Kontakt mit dem Spieler und stoch so schlussendlich Konkurrenten wie den FC Chelsea, Leicester City oder Olympique Marseille aus.

Spielertyp:

Der 1,71 m Mann gilt als sehr beweglich und als technisch brillant. Den flinken Chilenen zeichnen eine gute Schusstechnik  und eine gute Übersicht aus. In den intensiven Pressingfußball der Leverkusener passt der laufstarke Aránguiz hervorragend und er bringt, wie seine chilenischen Nationalmannschaftskollegen eine gute Mentalität mit. Der 26-Jährige zieht gewöhnlich auch mit in den Strafraum ein und will sich in jedes Kombinationsspiel mit einbinden. Positionstechnisch könnte er somit den offensiven Part auf der Doppelsechs übernehmen.

Aránguiz in Leverkusen:

Nach den Abgängen von Castro, Reinartz und dem Karriereende von Kapitän Rolfes brauchte Leverkusen noch unbedingt einen Spieler für das zentrale Mittelfeld. Diese offene Baustelle wurde jetzt mit Aránguiz besetzt. Auf dieser Position wird der Chilene sich gegen Nationalspieler Lars Bender und Weltmeister Christoph Kramer behaupten müssen. Namhafte Konkurrenz also für den chilenischen Neuzugang. Was der 26-Jährige den beiden Deutschen vermutlich aber vermutlich voraus hat, ist die  Beweglich- und Torgefährlichkeit. Der 40-malige chilenische Nationalspieler könnte im 4-2-3-1 von Trainer Roger Schmidt ebenfalls auf der Zehnerposition auflaufen. Dies könnte passieren, wenn Freistoß-Spezialist Hakan Calhanoglu ausfällt oder aufgrund der Dreifachbelastung der Werkself eine Pause braucht.

Fazit:

Leverkusen hat für Aránguiz eine satte Ablöse hingeblättert. Egal ob Bayer in der Champions League Qualifikation besteht, spielt der Club dieses Jahr international. Somit werden die Rheinländer bei den vielen Spielen rotieren müssen, doch Aránguiz hat sicher die Ambition Stammspieler zu sein. Der 40-malige chilenische Nationalspieler muss sich zunächst wohl an das Tempo in der Bundesliga gewöhnen und den  Fußballstil von Roger Schmidt genau kennenlernen müssen. Bayer Leverkusen hat in der Vergangenheit aber gute Erfahrungen mit südamerikanischen Importen gemacht (siehe Lúcio, Zé Roberto, Vidal, Renato Augusto oder zuletzt Wendell). Charles Aránguiz bekommt jetzt die Chance sich in Europa zu beweisen und  vielleicht kann er einen ähnlichen Weg wie sein Nationalmannschaftskollege gehen.

Aránguiz zu Leverkusen
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